Allerheiligen

Allerheiligen ist in der Katholischen Kirche ein Fest für alle Menschen. Als Christen haben wir alle das Ziel, heilig zu werden. Doch was bedeutet das?

Alle Heiligen haben eines gemeinsam

Heilig sind nicht nur die Menschen, die in einem katholischen Kalender vorkommen oder die von der Kirche heiliggesprochen wurden. Aber alle Heiligen haben eines gemeinsam: die Kirche glaubt, dass diese Menschen ihr christliches Leben vorbildlich gelebt, sich an die Gebote Gottes gehalten, die Welt um sich besser gemacht und so das ewige Glück bei Gott erlangt haben.

Doch die offiziellen Heiligen sind nicht die einzigen, die die eben genannte Definition erfüllen. Eltern, Geschwister, Freunde und andere Vorbilder, die bereits verstorben sind, haben das vielleicht auch erreicht, auch wenn es dafür keine offizielle Bestätigung durch die Kirche dafür gibt. All diese Menschen, die offiziell anonym sind, die aber für uns Namen haben und konkrete Vorbilder sind, werden am Allerheiligenfest als Heilige gefeiert.

Vorbilder, die helfen, das eigene Glück zu erreichen

Das Vorbild der Heiligen ist aber auch etwas, was uns auf unserem Weg zur Heiligkeit helfen soll. Indem wir unseren Kindern Namen von Heiligen geben, wünschen wir ihnen, dass sie, so wie ihre himmlischen Vorbilder, glücklich sind. Am Gedenktag jenes Heiligen, dessen Vornamen jemand trägt, feiert diese Person ihren Namenstag.
Auch indem wir Kindern den Namen verstorbener Verwandter geben, wollen wir zum einen das Gedenken an die Verwandten bewahren, aber auch zum anderen den Kindern Vorbilder zur Seite stellen, die ihnen helfen sollen, auch selbst das Ziel des ewigen Glücks zu erreichen.

Ein Beitrag von Mag. Ivo Baotić vom Kirchlichen Bibliothekswerk der Erzdiözese Wien