„Komm nur herein“ – Mit Johanna und Franz durch den Advent

Schön langsam neigt sich dieses MERKwürdige Jahr dem Ende zu. Unsere Sichtweisen auf diese vergangenen Monate unterscheiden sich je nach Standpunkt und Betroffenheit.

Wir möchten Ihnen für die Dezembertage  einen Lichtblick in Aussicht stellen! Ab dem 1. Dezember wird es hier täglich ein Fenster zu öffnen geben, das den Zutritt in die Werkstätte einer Glasbläserin und eines Glasmalers gewährt.

Was die Besucher dort hören und erzählen, was sie erleben und bestaunen können, wird jeden Tag in Form einer Geschichte miterlebbar sein …. UND… es gibt passend zu den Themen Buchtipps, Rätsel sowie Gewinnspiele. Wir freuen uns, wenn Sie auf Facebook unter NÖ liest los den täglichen Beitrag mit „gefällt mir“ markieren und vielleicht sogar Ihre eigenen Buchtipps dazu fügen!

Begleiten Sie uns 24 Tage in die Glaswerkstatt, wo die beiden Künstler alle Besucherinnen und Besucher stets willkommen heißen mit:

„Komm nur herein!“

Wenn die Nächte lang und die Kerzen hell werden, dann beginnt die Zeit des Träumens und der innersten Wünsche. Das bemerken Johanna und Franz auch in diesem Jahr, gerade als sich am ersten Dezembertag kleine Schneekristalle auf ihrem Fensterbrett zur Ruhe legen.

Johanna ist Glaskünstlerin. Sie lebt mit Franz in einer kleinen Stadt im Waldviertel. Franz liebt es, die Schalen, Flaschen und Gläser zu bemalen, die Johanna über der heißen Flamme hergestellt hat. Doch in den geheimnisvollen Tagen vor Weihnachten bemalt er am liebsten die selbstgeblasenen Glaskugeln.

Johanna und Franz haben ihre Werkstatt gleich neben der Küche. Beim Öffnen der Tür sieht man zuerst den großen Tisch. Auf der einen Seite steht Johannas Bunsenbrenner, auf der anderen Seite liegen die Farben und Pinsel von Franz. Im Hintergrund lehnen die Glasrohre und hinten, aufgelegt in Regalen, warten die Kugeln darauf, bunt bemalt zu werden.

Das Haus von Johanna und Franz steht mitten in der Stadt. Wenn Menschen bei ihnen einkaufen möchten, dann klopfen sie an die Tür der Werkstatt. Ganz vertieft in ihre Arbeit heben die beiden dann den Kopf und rufen kurz: „Komm nur herein.“ Und bevor die Kunden bedient werden, dürfen sie Johanna und Franz noch ein wenig bei der Arbeit zusehen. Das wissen auch die Kinder. Auf ihrem Weg heim von der Schule oder zur Gitarrenstunde oder auch nach dem Rodeln oder vor dem Keksebacken kommen sie gerne bei Johanna und Franz vorbei. Sie schauen ihnen beim Glasblasen und beim Malen zu. Erzählen ihre Geschichten oder hören die Geschichten der Künstler. Und manchmal ist es auch ganz leise und man hört nichts außer dem Rauschen der Flamme.

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