Vom Benennen der Schwärze

Vom Benennen der Schwärze
Lesung & Gespräch mit Norbert Gstrein und Josef Haslinger

Zwei Doyens der österreichischen Gegenwartsliteratur bittet Moderator Klaus Zeyringer auf die Bühne des Literaturhaus NÖ; zwei vollkommen unterschiedlich gearbeitete Texturen liegen vor – und doch näheren sie sich im Kern einer gemeinsamen Aufgabe: dem Benennen des schwer Auszusprechenden, des Geheimnisses, das besser ungesagt bleiben soll. Weil das Benennen, das Sagen, das Verschriftlichen kompakt macht, was lieber im Nebel des vagen verbleibens ollte. Aber: Sobald man weiß, kann man nie mehr so tun, als wisse man nicht.

Spektakulär gerade durch die unaufgeregte, präzise Sprache erzählt Norbert Gstrein in „Als ich jung war“ (Hanseder 2019) von Menschen, deren gut verhüllte Janusköpfigkeit atemberaubend ist.

Mit bewundernswertem Mut, einer ebensolchen Größe, analytisch, selbstkritisch und ohne die spirituelle Herkunft zu denunzieren, setzt sich Josef Haslinger in „Mein Fall“ (S. Fischer 2020) mit seiner Geschichte, der Geschichte des sexuellen Missbrauchs im Sängerknabenkonvikt Stift Zwettl, auseinander.

Eintritt: EUR 10,- / EUR 12,-

Weitere Informationen & Kartenbestellungen unter www.literaturhausnoe.at oder 02732/72 883

Datum und Uhrzeit
08.10.2020 19:00 Uhr - 08.10.2020 21:00 Uhr
Ort

Literaturhaus NÖ

Steiner Landstraße 3, 3504 Krems (Google Maps)

Veranstalter

Literaturhaus NÖ

ICS